Krätze (Scabies)

Krätze: Beschreibung

Was ist Krätze?

Bei Krätze, medizinisch Scabies, handelt es sich um eine ansteckende Hautkrankheit, die von Milben ausgelöst wird. Milben und deren Abfallprodukte führen zu einer allergischen Reaktion der Haut, die sich mit starkem Juckreiz und geröteten Ausschlägen bemerkbar macht. Der Ausdruck “ Krätze“ wird dabei von „sich kratzen“ abgeleitet, da Betroffene wegen des heftigen Juckreizes ständig das Bedürfnis verspüren, sich an den befallenen Stellen kratzen zu müssen. Bei diesen Hautmilben handelt es sich um Kratzmilben, ebenso bekannt sind Haarbalg- und Talgdrüsenmilben. Hautmilben leben von Zellflüssigkeit und werden circa 0,2 bis 0,5mm groß. Trotz größter und sorgfältigster Hygiene kann man von den Tierchen befallen werden.

Krätze Infektion Erklärung
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Die weit verbreitete Meinung, wer Milben bzw. Krätze hat, ist schmutzig und dreckig, ist absoluter Blödsinn. Du kannst dich 3 mal täglich baden und es bringt nichts, wenn du zum Beispiel ein schlechtes Immunsystem hast. Durch eine Krankheit oder eine chronische Krankheit ist dein Immunsystem geschwächt, weil es damit beschäftigt ist, die Krankheit zu bekämpfen. Dies macht es für Hautmilben einfacher sich zu vermehren. Hautmilben sind immer auf der Suche nach einem Wirt, ohne diesen können sie nicht lange leben. Haben die weiblichen Hautmilben einen Wirt gefunden, beginnen diese zu graben. Sie beißen sich unter der Haut einen Gang. Das Beißen und Graben wird von uns als Juckreiz wahrgenommen. Nachts wird das Jucken meist unerträglich, was ein zur Ruhe kommen oder gar schlafen so ziemlich unmöglich macht.

Krätze tritt nicht unmittelbar nach der ersten Infektion auf. Erst zwei bis fünf Wochen nach der Ansteckung bilden sich juckende Hautausschläge, die ohne medizinische Therapie meist nicht vollständig heilbar sind. Nur selten wird von spontaner Heilung berichtet.

Erste Hilfe gegen Krätze (Scabies)

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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Dieses Produkt darf nicht an Personen unter dem gesetzlichen Mindestalter abgegeben werden. Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden. Vermeiden Sie den versehentlichen Kontakt mit Schleimhäuten, Augen und offenen Hautstellen. Die Anwendungsdauer richtet sich nach der Art der Beschwerden und/oder dem Verlauf der Erkrankung. Eine Überdosierung ist in jedem Fall zu vermeiden.

 

Wie wird Krätze (Skabies) übertragen?

Skabies Milben verbreiten sich vor allem bei längerem direktem Kontakt (mind. 5-10 Minuten) zweier Menschen oder Tiere. Aber auch durch Gegenstände und Kleidung können Krätzemilben übertragen werden. z.B. durch liegen auf einem infizierten Sofa oder durch das Tragen von mit Milben infizierter Kleidung. Deshalb ist es bei einer Infektion besonders wichtig alle betroffenen Gegenstände und Kleidungsteile gegen Milben zu behandeln. Für Sofas, Betten, Sessel und andere große Flächen gibt es Mittel in Sprühflaschen. Dieses kann einfach großzügig und großflächig auf die betroffenen Stellen aufgetragen werden. Für Kleidung gibt es spezielle Waschmittel die zusätzlich zum normalen Waschmittel mit in die Waschmaschine gegeben werden können.

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Krätze: Behandlung mit Medikamenten
Kraetze-Behandlung
Frau kratzt sich am Arm, Krätze-Symptome

Wo kommt Krätze vor?

Krätze tritt vor allem da auf wo Menschen auf dichten Raum zusammenleben. In Entwicklungsländern mit miserablen hygienischen Zuständen sind nahezu 30 % der Bevölkerung mit Krätze infiziert. In Mitteleuropa tritt die ansteckende Hauterkrankungen jedoch nur selten auf. Wenn sie vorkommt, dann meist in Gemeinschaftseinrichtungen wie Schulen, Kindergärten, Altersheimen und Kliniken. Im schlimmsten Fall wird Krätze chronisch, sodass es es über einen längeren Zeitraum hinweg immer wieder zu neuen Krankheitsfällen kommt. Eine Infektion mit Krätzemilben hat übrigens nichts mit mangelnder Körperhygiene zu tun. 

Welche Ursachen hat Krätze?

Ausgelöst wird Krätze durch eine spezielle Milbenart, die als Sarcoptes scabiei variatio Hominis bezeichnet wird. Hierbei handelt es sich um Parasiten, die den Spinnentieren angehören und deren einziger Wirt der Mensch ist.

Die Weibchen sind mit einer Größe zwischen 0,3 und 0,5 Millimetern gerade noch mit dem bloßem Auge als kleiner Punkt sichtbar. Die Männchen hingegen sind schon zu klein, um noch vom menschlichen Auge wahrgenommen werden zu können. Nur auf dem Menschen können die Milben länger als zwei Tage überleben. Außerhalb des Wirts wie zum Beispiel auf Möbelstücken, halten sie maximal zwei Tage, bei ungünstigen Bedingungen sogar nur wenige Stunden, durch.

Krätze: Erkennen

Wie kann man Krätze erkennen?

Zuerst einmal jucken diese Stellen ganz schlimm, besonders bei Wärme. Deine Haut verfärbt sich rot und fängt an zu brennen. Krätze erkennen kannst Du ebenfalls an kleinen Knötchen, die ungefähr die Größe eines Stecknadelkopfes erreichen. Bei Kindern sind es manchmal auch Bläschen. Bei besonders starkem Befall kannst Du neben dem Ausschlag unter Umständen die Milben selbst in Deiner Haut erkennen und beobachten, wie sie bogenförmige, verschlungene Gänge in die Haut bohren. Erst zwei bis ca. sechs Wochen nachdem die Parasiten auf den neuen Wirt übertragen wurden, machen sich die ersten klassischen Symptome der Krätze bemerkbar. Diese Inkubationszeit braucht Dein Körper um eine entsprechende Abwehr Deines Immunsystems gegen die Milben aufzubauen.

An welchen Stellen findest Du Krätze zuerst?

Besonders gerne nisten sich die Krätzemilben an warmen Stellen des Körpers ein, dort wo die erste Hautschicht sehr dünn ist.
Das sind vor allem die Stellen

  • zwischen Fingern oder den Zehen,
  • an den Knöcheln,
  • innen am Fuß,
  • in den Achselhöhlen,
  • in Nähe des Bauchnabels,
  • an den Brustwarzen und
  • im Intimbereich.
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Krätze bei einem Baby

Achtung: Normalerweise meiden die Milben den Bereich von Kopf, Brust und Nacken – Jedoch bei Babys und kleinen Kindern findet man Krätze auch auf dem Kopf und an den Flächen von Händen und Füßen. Hier sollte sofort gehandelt werden, da hierdurch unerwünschte Narben und Flecken zurückbleiben können. Ebenso sollte man gut aufpassen, wenn Babys oder Kleinkinder in der Familie leben – hier besteht enorme Ansteckungsgefahr.

Krätze: Selbstcheck

              • Du verspürst einen ständigen Juckreiz?
              • Dein Immunsystem ist geschwächt?
              • Du kannst nachts kaum noch schlafen?
              • Du hast rote Flecken in dem Bereich wo es juckt?
              • Durch ständiges Kratzen haben sich schon Pusteln und Ekzeme gebildet?
Wenn die meisten Punkte auf dich zu treffen, solltest du handeln! Wenn du den Verdacht hast, dass du von Hautmilben befallen bist, dann solltest du zum Hautarzt gehen. Viele schämen sich dafür, allerdings völlig unbegründet. Der Befall von Hautmilben heißt nicht das du unhygienisch bist. Außerdem kann dir der Hautarzt schnell helfen. Mit Hilfe eines Mikroskops kann er feststellen, ob es sich wirklich um Hautmilben handelt.

Wie sieht Krätze aus?

Typische Krätze Infektion

Krätze erkennt man an vor allem am Jucken der Haut und an den sich bildenden Bläschen auf der Hautoberfläche. Teilweise sind sogar die Milbengänge von wenigen Millimeter Länge zu erkennen.  Der besonders charakteristische Juckreiz bei einer Krätze Infektion wird nachts oft noch stärker, was besonders unangenehm ist. Häufig suchen sich Krätzemilben bestimmte Hautstellen mit besonders dünnen Hautschichten z.B. zwischen den Fingern / Zehen, unter den Achseln oder im Genitalbereich.

 

Was passiert, wenn Du die betroffenen Stellen aufkratzt?

  Wenn Du Dich kratzt um dem Juckreiz entgegen zu wirken, entstehen oft Schuppen oder Krusten, die später auch Narben bilden können. Vor allem Nachts, wenn die Wärme unter Deiner Bettdecke zunimmt und sich das Jucken verstärkt, neigst Du im Schlaf automatisch dazu Dich zu kratzen und nicht mehr dazu die Krätze zu erkennen.
So kommt es vor, dass Du Dich mit dem Befall im Kreis drehst. Der Juckreiz führt zum Kratzen und das schadet der Haut, was dann wieder zu Juckreiz führt.

Was versteht man unter Borkenkrätze?

Borkenkrätze ist eine extrem schwere Art der Krätze. Du kannst leicht diese Art der Krätze erkennen, weil sich Deine Haut nicht mehr nur an einzelnen Stellen, sondern großflächig verändert. Auffällige Symptome der Borkenkrätze sind

  • Rötungen auf großen Teilen Deiner Haut,
  • heftige Verhornung oder starke Schuppenbildung von Innenflächen der Hände und Füße,
  • Nachlassen des Juckreizes,
  • Borkenkrätze ist extrem ansteckend,
  • stark ansteigende Zahl der Krätzemilben (normal sind weniger als zehn Milben in Deiner Hautschicht. Bei Borkenkrätze können es einige Hundert Milben werden.)

Krätze: Behandlung

In den meisten Fällen verläuft die Behandlung der parasitären Hauterkrankungen schnell, einfach und schmerzlos. Mit speziellen Medikamenten werden die Parasiten innerhalb weniger Tage erfolgreich abgetötet, sodass die lästigen Symptome wie Juckreiz und Hautausschläge ebenfalls innerhalb weniger Tage verschwinden. Nur selten verzögert sich der Heilungsprozess der Krankheit. Dies ist etwa der Fall bei einem geschwächtem Immunsystem, chronischen Krankheiten und bei Patienten in Gemeinschaftseinrichtungen. Mehr erfahren Sie in der genauen Krätze behandeln Seite.

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Wichtiger Hinweis

Diese Webseite dient der allgemeinen und unverbindlichen Information.

Wenn Sie krank sind und unter Krätze leiden, sollten Sie auf jeden Fall erst einen Arzt aufsuchen, bevor Sie anfangen sich selbst zu behandeln.

Die hier vorgeschlagenen Mittel werden NICHT zur Selbstmedikation empfohlen, sondern sind nach Einholung eines ärztlichen Rates ggf. anzuwenden.

Bitte wenden Sie sich immer an einen Arzt, bevor Sie jede Art von Medizin, sowie auch anderen Heilmittel zu sich nehmen.

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