Krätzmilben

Krätzmilben

Krätzmilben sind Parasiten, die man mit bloßem Auge nicht sieht. Sie befallen die Haut ihres Wirtes. Das können wir Menschen sein, aber auch Hunde und Katzen. Doch nur bei uns Menschen bohren Krätzmilben Gänge in die Haut. Daraus entsteht die im Volksmund bekannte Krankheit „Krätze„. Um sich anzustecken, reicht ein einziges befruchtetes Krätzmilbenweibchen aus. Das Weibchen wandert auf der Hautoberfläche umher, bis es eine geeignete Stelle gefunden hat, um sich in die Haut einzugraben.

Wo legt es bevorzugt seine Eier ab?krätzemilben-scabies

  • in den Zwischenräumen zwischen Fingern und Zehen
  • in den Ellenbeugen und Kniekehlen
  • in der Leistengegend
  • im Brustbereich
  • im Genitalbereich
  • am Haaransatz

Das befruchtete Weibchen frisst sich an diesen Stellen durch die äußere Hautschicht. Es entstehen Gänge von vier Millimetern bis einen Zentimeter, manchmal auch noch länger. Hier legt es seine Eier ab.

Nach drei bis sieben Tagen schlüpfen die Larven und fressen sich wieder zur Hautoberfläche durch. Innerhalb der nächsten drei bis vier Tage häuten sie sich und werden zur Protonymphe, einem weiteren Larvenstadium. Drei bis vier Tagen später entstehen die Männchen oder die weiblichen Tritonymphen. Aus letzteren entwickeln sich die geschlechtsreifen Weibchen.
Es wurde festgestellt, dass bereits die Tritonymphen mit den Männchen auf der Hautoberfläche kopulieren. Die Männchen sterben zwei bis drei Tage danach ab, die Weibchen dringen zur Eiablage in die Haut ein.

Das Milbenweibchen verbringt ihr ganzes Leben auf dem Wirt – zwei bis drei Monate vom abgelegten Ei bis zum Absterben des erwachsenen Tieres. Es legt in dieser Zeit täglich zwei bis vier Eier.

Bei Temperaturen unter 13 Grad sterben die Milben innerhalb von zwei Tagen ab, bei über 50 Grad bereits nach 10 Minuten.

Wie sieht die Krätzmilbe aus?

Die Krätzmilbe Sarcoptes scabiei ist ein winziges grauweißes Spinnentier. Unter dem Mikroskop sieht sie aus wie ein flaches Ei mit acht Stummelbeinen. Die erwachsenen Weibchen werden zwischen 0,3 mm – 0,45 mm groß, die Männchen bleiben mit 0,2 mm – 0,3 mm etwas kleiner. Auf dem Rücken haben diese Tiere einen Chitinpanzer mit vielen Falten. Diese bilden vorn und hinten Querreihen mit Dornen. Damit kann sich die Milbe gut in der Haut verankern. Die beiden vorderen Beinpaare der erwachsen Tiere besitzen Haftscheiben, die hinteren haben nach hinten gerichtete Borsten. Die kräftig ausgebildeten Mundgliedmaßen ermöglichen das Schneiden und Graben auf unserer Haut. Die Pedipalpen, dreigliedrige Taster dienen der Geruchswahrnehung.

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